Über 50 Frauen in Führungspositionen trafen sich in Zürich zum ersten Women-up! Circle mit den Themen «Frau allein im Führungsgremium» und«Kind und Karriere». Gegründet haben diese GmbH Henriette Engbersen und JuliaRaatz. Den Einstieg zu diesem Netzwerkanlass machten zwei Topreferentinnen: Valérie Schelker - Konzernleitungsmitglied der Schweizerischen Post-  und Myriam Käser  -Geschäftsleitungs-Mitglied Skyguide.

Seit sechs Jahren ist Valérie Schelker Mitglied der Konzernleitung und verantwortlich für das Personal. Das sind 62'000 Mitarbeitendein über 100 Berufen! Sie ist bekannt dafür, dass sie nicht nur über Diversitätund Inclusion spricht, sie setzt dies auch um. Sie sagt: «Vielfalt ist entscheidend für den unternehmerischen Erfolg»  Ihr Credo: 

«Das Thema #Diversity ist nicht delegierbar.
Es bedingt...
1️⃣ das #Commitment der Geschäftsleitung &
2️⃣ den #Mut der Frauen auf dem eigenen beruflichen Weg.
Nur so können vom Unternehmen definierteRahmenbedingungen ihre Wirkung entfalten und die gesetzten Ziele erreichtwerden.» (Zitat LinkedIn Post Valérie Schelker)

Mit Myriam Käser,  der zweiten Referentin, führte ich ein Interview über «Kind und Karriere».  Sie ist MItglied der Geschäftsleitung Skyguide. Ihr Credo: «Frauen brauchen keinen Nachhilfe-Unterricht, sondern ein vorurteilfreies Umfeld und gleichberechtigteAusgangs-Bedingungen»  

Der Aviatikbetrieb Skyguide leitet mit über 1500 Mitarbeitendenan 14 Standorten zivile und militärische Flugzeuge durch den komplexestenLuftraum Europas. Die Firma fördert Gleichstellung zusätzlich mit verschiedenenProgrammen : Diversion und Inclusion, Mentoring und Unconscious Training.  Bei letzterem geht es darum die eigeneunbewusste Voreingenommenheit zu erkennen.  (Die haben wir übrigens alle, musste ich bei mirauch schon feststellen.)

Bereits im Vorgespräch hatte mir die zweifache Mutter gesagt, dass ich sie alles fragten dürfe- was ich auch tat. Nie habe ich in meiner langen journalistischen Karriere eine Frau in Führungsposition gefragt wie sie das mit ihren Kindern mache. Weil  es nichts der beruflichen Kompetenz zu tun hatte und weil ich das einen Mann auch nie gefragt hätte. Hier tat ich es bewusst, weil es – im geschlossenen Kreis- genau darum ging.  Weil es wichtig ist zu zeigen wo die Fallen sind. Sind zum Beispiel Teilzeitpensen Karrierekiller? Kennt sie – wie 40 % aller berufstätiger Mütter- Mom-Shaming? Wann haben sie und ihr Mann über die Kinder-Betreuung gesprochen? Myriam Käser teilte ihre ERfahrung und forderte klar eine Elternzeit anstelle des Mutterschaftsurlaubs.

Der Auftritt der Referentinnen war darum besonders wertvoll, weil beide grosse Erfahrung in ihren Jobs an der Firmenspitze haben. Und weil es für beide an diesem ersten Women-up! Circle kein Tabu gab. Klar ist, dass es noch vielzu tun gibt! Umso wichtiger sind weibliche Vorbilder und die Vernetzung von Führungsfrauen in der Wirtschaft.

Foto: Larissa Brunold, Head of Operations Women-Up!

Susy Schär

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